Sie spielte russisches Roulette mit ihrem Leben und das Leben Ihrer Tochter!

Es ist schon eine Weile her, aber ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen. Eine sehr bekannte deutsche Zeitung hatte einen Bericht über mich und meine Arbeit veröffentlicht. Ich freute mich zwar, dass in diesem Artikel meine Telefonnummer veröffentlicht wurde, denn das ist normaler Weise nicht üblich. Die Zeitungen wollen natürlich, dass man separat Werbung macht und dafür bezahlt. Aber die Freude darüber wich sehr schnell, denn ich erhielt jede Menge Anrufe von sogenannten „Spaßanrufern“ die mich ständig belästigten. Am Tag musste ich es ja ertragen, denn da mussten sich ja auch die ernsthaften Kunden für einen Termin anmelden, die bei mir um Hilfe suchten. Allerdings habe ich mein Telefon ab 18.00 Uhr abgeschaltet oder besser gesagt einfach aus gesteckt. Natürlich war ich dann für niemand mehr zu erreichen. Handys und Internet gab es damals noch nicht und damit auch nicht die Bequemlichkeit dieser Technik. Meine Kunden besuchten mich noch persönlich und ich beriet meine Kunden von Auge zu Auge. Mit dem „Abschalten“ war ich sehr zuverlässig, da die Leute keine Hemmungen hatten, mich auch mitten in der Nacht zu kontaktieren. Ich weiß bis heute nicht, wie es passieren konnte, dass ich in dieser Nacht das „Abstecken“ vergessen hatte. So ca. 3.00 Uhr morgens läutete mein Telefon und riss mich aus dem Tiefschlaf. Schlaftrunken und ein bisschen wütend ging ich ans Telefon und wollte gerade los ledern, wie unverantwortlich und egoistisch der Anrufer sei. Ich merkte aber sofort, dass die Frau die ich am anderen Ende des Telefon hatte, in einer schwierigen Situation war. Ich weiß nicht, ob es an ihrer verzweifelten Stimme oder es an meiner hellsichtigen Fähigkeit lag. Aber ich wusste sofort, dass ich hier nicht einfach auflegen darf. Ich versuchte die weinende Frau erst mal zu beruhigen und ging auf das Gespräch ein. Sie erzählte mir, dass Sie partnerschaftliche Probleme hatte. Ihr damaliger Freund, Besitzer eines Abschleppunternehmens würde sie ständig betrügen. Die Streitereien wurden immer intensiver und er schreckte auch vor körperlichen Gewalt nicht zurück. Die letzte Aktion übertraf allerdings das Maß von Abscheulichkeit, er kam abends mit einer jungen Frau nach Hause und forderte meine Kundin auf das Haus zu verlassen, damit er sich mit dieser jungen Prostituierten vergnügen konnte. Als sie sich weigerte, zog er sie an den Haaren und riss sie zu Boden. Mit Fußtritten jagte er sie durch die Haustüre in den Hausgang eines Mehrfamilienhauses. Als er mit der Prostituierten fertig war, ging er mit ihr händchenhaltend aus der Wohnung und machte sich über die weinende Frau lustig. Er zeigte ihr ein Bündel 100 DM Scheine und kündigte an das ganze Geld zu „verhuren“. Sie stellte mir dann die besondere Frage weshalb sie mich eigentlich mitten in der Nacht anrief, und ich gebe zu, dass mich ihre Frage zunächst schockte. Sie fragte ernsthaft, ob er wieder zu ihr zurück kommt und ihr in Zukunft treu sei. Verstehe mich nicht falsch, normaler Weise würde ich antworten, was willst du mit so einem Idioten. Aber ich spürte, in diesem Moment wäre das die falsche Antwort. Ich wusste, in diesem Zustand wäre eine falsche Antwort fatal, ich musste Zeit gewinnen. Ich sagte, um ihre Frage zu beantworten bräuchte ich sie bei mir und wir vereinbarten einen Termin am selben Tag um 9.00 Uhr morgens. Wir sprachen noch 3 Stunden am Telefon und ich versuchte immer wieder ein bisschen Hoffnung einzustreuen, aber ohne mich festzulegen. Pünktlich um 9.00 Uhr erschien sie bei mir in München und sie brachte ihre 5-jährige Tochter mit. Sie hatte noch immer ein verweintes Gesicht und man sah es ihr an, dass sie diese Nacht nicht geschlafen hatte. Ich erwartete, dass sie mich sofort nach ihrem „Manni“, wie sie ihn nannte, ausfragen würde. Aber ganz verblüfft musste ich feststellen, dass sie nur nach der Zukunft ihrer Tochter fragte. Ich habe mich in einem meditativen Zustand versetzt und tatsächlich in die Zukunft des Kindes geblickt. Ich war erst mal erleichtert, dass die Zukunft des Kindes positiv war. Ich erzählte der Mutter, dass das Mädchen noch zwei Geschwister haben würde. Sie eine schöne Kindheit haben wird und ein harmonisches Leben bis ins hohe Alter führen würde. Ich schilderte das Leben des Kindes in allen Einzelheiten und in den schönsten Farben. Sie wischte ihre Tränen weg und ich sah sie zum ersten Mal lächeln. Sie fragte mich, könne das der „Manni“ sein, mit dem ich noch zwei Kinder haben werde? Ich sah in ihr Gesicht oder besser gesagt in ihre Augen. Ich gebe offen zu, dass ich zunächst nicht wusste, was ich antworten soll. Ich sah dann tief in ihre Augen und verneinte letztendlich ihre Frage, ich denke du und deine Tochter seid besser ohne ihn dran. Das was ich gesehen habe ist so ein schöne Zukunft, du wirst definitiv wieder in eine neue Partnerschaft kommen und richtig glücklich sein. Auch wenn es im Augenblick nicht danach aussieht, aber du wirst noch an mich denken und mir dankbar für die Wahrheit sein. Ich sah, dass sie wieder zu weinen begann und sie nahm meine Hand. Sie sagte: „Ich bin dir jetzt schon dankbar“. Sie heulte jetzt richtig los und meinte, dass sie um ein Haar in der Nacht eine riesige Dummheit begangen hätte. Sie wollte sich in dieser Nacht mit ihrer Tochter das Leben nehmen. Es war bereits beschlossene Sache, sie hatte die Schlaftabletten in der Tasche und wollte sie holen. Da fiel ihr der Zeitungsartikel über mich in die Hände, den sie ein paar Tage zuvor ausgeschnitten hatte. Als sie meine Rufnummer in dem Artikel sah, dachte sie, ich rufe jetzt dort an, wenn keiner ans Telefon geht, bedeutet das den Tod. Wenn einer dran geht, hör ich mir an, was er zu sagen hat. Sie wollte die Schuld für das was jetzt passieren sollte nicht auf sich nehmen und meinte damit, sie überließe die Entscheidung nun Gott. Wenn das „Gottesurteil“ so entscheidet, wäre es ja nicht ihre Entscheidung. Sie weinte jetzt noch schlimmer und wiederholte ständig, was für ein Egoist sie sei und was sie beinahe ihrem Kind angetan hätte. Ich nahm sie in den Arm und versprach ihr, dass alles gut wird. Sie soll auf diesen Mann verzichten der ihr Leben vergiftet und ihre Zukunft in die eigene Hand nehmen. Die Zukunft hat ihr noch soviel zu bieten.

Nach ein paar Jahren erhielt ich eine Hochzeitseinladung an den Tegernsee. Ich konnte mit den Namen der Braut nichts anfangen, lediglich der Bräutigam sagte mir was. Es handelte sich um einen bekannten Politiker, der seine Villa am Tegernsee hatte. Ich wunderte mich, warum der mich zu seiner Hochzeit einlud, obwohl ich ihm ja nie persönlich begegnet bin. Aber es kommt schon Mal vor, dass ich zu Hochzeiten oder Festlichkeiten eingeladen werde, um als Hellseher dem Brautpaar ein paar positive Dinge vorauszusagen. Ich wollte zunächst absagen, weil der Termin nicht wirklich günstig für mich lag, aber ich bin dann aus Neugier doch dorthin gefahren. Ich war völlig überrascht, als ich sie sah. Eine wunderschöne Braut mit einem wunderschönen Lächeln und mit Zwillinge im 6. Monat schwanger. Sie kam auf mich zu und umarmte mich, wie wenn wir alte Freunde aus der Kindheit wären. Sie sagte, dass sie mir für das Kommen unendlich dankbar sei und ich unbedingt auch nach der Trauung für die Feier bleiben solle. Egal was es kostet, sie zahle jeden Preis. Ich nahm sie jetzt nochmal in den Arm und meinte, dass ich mir dieses Erlebnis auf keinen Fall entgehen lassen würde, egal was ich dafür bezahlen müsste. Wir lachten und sie kümmerte sich wieder um ihre Angelegenheiten, die man so als angehende Braut erledigen muss. Alles lief reibungslos und sehr stilvoll. Aber das Gänsehauterlebnis kam tatsächlich später als der Bräutigam in seiner Rede ein paar Gäste persönlich begrüßte unter anderem auch Franz Josef Strauss, den ehemaligen Bundesminister. Als letzter auf dieser Liste wurde mein Name aufgerufen und damit habe ich wirklich nicht gerechnet, da vor mir wirklich nur wichtige Personen aus der Politik und Wirtschaft genannt wurden. Er sprach von seinem Glück und von seiner Frau und den erwarteten Zwillingen. Das ohne mich es dieses perfekte Glück nicht geben würde. Alle Blicke waren auf mich gerichtet und als die gesamte Hochzeitsgesellschaft zu klatschen begann, wäre ich am liebsten unsichtbar geworden. Die Braut und ich sahen uns an, und ich wusste, sie hatte ihrem neuen Ehemann alles gestanden.

Seit diesem Erlebnis habe ich abends nie wieder mein Telefon ausgeschaltet oder abgesteckt!

Kartenleger und Hellseher genießen in der breiten Gesellschaft keinen guten Ruf, häufig wird ihnen vorgeworfen, dass sie Menschen in Not noch zusätzlich ausbeuten oder betrügen. Ich möchte hier einmal klarstellen, dass ich stolz auf meine Arbeit bin. Selbst, wenn ich mit meiner Arbeit nur ein Menschenleben retten würde, hätte sich der ganze Aufwand gelohnt. Ich mache diese Arbeit seit mittlerweile 42 Jahren und habe einsame Menschen begleitet, für verzweifelte Menschen Lösungswege aufgezeigt, Firmen und damit Arbeitsplätze gerettet, Ehedramen und Scheidungen verhindert. Ja, ich bin stolz auf meine Arbeit und all meine Kunden/innen sind meine Freunde. Und all die Rückmeldungen sind für mich neue Energien, um weiter zu machen und für Menschen da zu sein!

Euer

Anton Lehmann

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